Conan ließ grüßen
Das Stirnband saß, der Bizeps glänzte und das Schwert wurde beidhändig geführt. Der Blick von Arnold…ähm Gorth…richtete sich starr geradeaus auf den anderen Kämpfer. Als sich 1987 zwei Muskel bepackte Pixelkrieger in einer Arena taxierten, fühlte man sich vor dem C64 oder Amiga wie im Film "Conan der Barbar" (1982). Kein Wunder, denn das gesamte Artdesign spiegelte die heroische Fantasy der 80er wider - selbst Soundsamples aus Brigitte Nielsens "Red Sonja" (1985) wurden hier eingesetzt. In einer Zeit, als es auf dem Computer eher fernöstlich in International Karate & Co zur Sache ging, konnte man mit dem Joystick für einige Augenblicke in die archaische Welt des westlichen Schwertkampfes abtauchen. Und wie man sich da ganz ohne Klimbim wie Kinect, Move, 3D oder VR reingesteigert hat!
Der Competition Pro ächzte mit jedem Manöver und der Trashtalk brachte selbst gute Freunde zur Weißglut, die wie

Im Angesicht von Drax: Als Barbar kämpfte man in Duellen bis zum Finale gegen den bösen Magier - hier auf dem Amiga.
Barbarian aka Death Sword
Aber dieses in Amerika als „Death Sword" und als „Barbarian: The Ultimate Warrior" veröffentlichte Abenteuer von Steve Brown war wesentlich besser, was Steuerung und Spieldesign anging. Dabei gab es keine epische, sondern nur eine vage Story, die sich auf "Es kann nur einen geben!" reduzieren lässt. Man kämpfte in einer Aneinanderreihung von Arenen, wobei man zunächst im Wald, in Gruben und schließlich in der Burg des bösen Magiers Drax antreten musste. Und wen galt es letztlich nach vielen Duellen gegen seine besten Schwertkämpfer und schließlich den Magier persönlich zu befreien? Richtig: Eine Prinzessin namens Marina.

Sex sells anno 1987: Barbarian war auch aufgrund des Covers mit Bikinimodell Maria Whittacker ein Verkaufserfolg - es wurde auf nahezu alle Systeme vom C64 bis Amstrad umgesetzt. Es folgte 1988 noch ein Barbarian II aka Axe of Rage mit ähnlichem Ansatz.
Klingentanz und rollende Köpfe
Man konnte nicht nur aus einer Haltung heraus von oben zuschlagen, sondern in die Hocke gehen und die Knie horizontal attackieren. Man konnte den Gegner treten, der dann sehr schön animiert das Gleichgewicht verlor. Und man konnte sogar Kopfnüsse verteilen - ach, waren das herrliche Momente. Überhaupt wirkten die Bewegungsabläufe sehr ansehnlich, sehr natürlich. Hinzu kamen nette kleine Reaktionen der Kämpfer, die sich mit einem "C'mon!" an den Spieler wandten, falls es längere Zeit keine Aktionen gab. So entwickelte sich schon nach wenigen Manövern ein eleganter Klingentanz, bei dem man die Entfernung zum Gegner sowie eingeleitete Attacken immer im Auge behalten musste.
Man konnte sich im Kampf gegen Freunde zermürben, reizen oder mit einem Klingenwirbel demütigen – und genau dabei konnte man den scheinbar Unterlegenen fatal unterschätzen. Denn selbst wenn man schon die meisten seiner sechs roten Lebenskreise verloren hatte, war es nicht vorbei. Es blieb immer noch ein Funken Hoffnung, der sich in einem genialen Moment entfalten konnte, der diesem Spiel ein ikonisches Markenzeichen verleihen sollte.
Der geniale Todeshieb

Neben der berühmten finalen Todespirouette konnte man auch treten und Kopfnüsse verteilen. Amiga.
Wir haben Barbarian immer wieder gespielt, bis tief in die Nacht hinein – selbst als der Amiga schon Staub fing, konnte man das immer wieder rausholen. Im September 2012 wurde übrigens nach 25 Jahren endlich die Indizierung des Spiels für Deutschland aufgehoben. Für Diskussionen in USA und England sorgte damals übrigens nicht die Gewalt, sondern lediglich das freizügige Cover mit Bikinimodell Maria Whittacker. Die spendierte dem C64 übrigens auch ein Strip Poker mit ihrem Namen.
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